Im Frühjahr 2024 geht für Manuel Hospach ein langgehegter Traum in Erfüllung. Am 10. April landet er mit seiner Familie am Flughafen von Mexiko-Stadt. Die Vier reisen mit großem Gepäck, denn sie sind gekommen, um zu bleiben – zunächst einmal für zwei Jahre. Für diese Zeit tritt Hospach den Job als Director Sales & Service bei Uhlmann México an. Die Vertriebs- und Service-Niederlassung in Santiago de Querétaro gibt es seit Februar 2023.
Insgesamt acht Mitarbeitende betreuen von dort aus vor allem Kunden in Mexiko, aber auch in den weiteren lateinamerikanischen Ländern wie Costa Rica oder auf Kuba. „In Mexiko sind das sowohl lokale und multinationale Unternehmen, meist Generikahersteller, die hauptsächlich für Lateinamerika produzieren, aber auch die großen globalen Pharmaunternehmen, die in die USA exportieren“, erläutert Manuel Hospach.

Anders als in den benachbarten USA verpacken die mexikanischen Hersteller vor allem in Blister. Die Blisterlinien BEC 300 und BEC 500 sind daher die in diese Region meistverkauften Anlagen bei Uhlmann. Aktuell stehen die Zeichen dort auf Wachstum. „Wir sind hier extrem im Aufwind, bekommen von unseren Kunden wahnsinnig positive Rückmeldungen, möchten uns strategisch noch besser aufstellen und dementsprechend wachsen.“

Wir sind hier extrem im Aufwind, bekommen von unseren Kunden wahnsinnig positive Rückmeldungen, möchten uns strategisch noch besser aufstellen und dementsprechend wachsen.
Manuel Hospach, Director Sales & Service Uhlmann México
Mexiko-Liebe
Hospach selbst ist ein echtes Uhlmann-Gewächs. Seine Bachelor- und Masterarbeiten schreibt er im Vertrieb und startet dann als Trainee in Laupheim. Bereits bei seiner Bewerbung sagt er, dass er später gerne ins Ausland gehen möchte. Schnell übernimmt er im nördlichen Südamerika ein eigenes Vertriebsgebiet und ist unter anderem für die Kundenakquise, Betreuung und den Verkauf in Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien verantwortlich. Später übernimmt er den mexikanischen Markt, allerdings immer von Laupheim aus. Als bei Uhlmann México 2024 die Stelle des Director Sales & Service frei wird, ist für den 31-Jährigen klar: Da will er hin. Und auch sein Vorgesetzter gibt grünes Licht. Mexiko kennt er bereits durch ein Austauschprogramm mit der Universität Tec de Monterrey: „Während meines Auslandssemesters dort habe ich mich direkt in dieses Land verliebt.“


Holpriger Start
Auf die Zeit im Ausland bereiten sich die Hospachs gut vor. Und dennoch: „Mit zwei kleinen Kindern auszuwandern, ist nochmals eine andere Hausnummer“, gibt Manuel Hospach zu. Ein Stolperstein: Da der Umzug mitten im Schuljahr erfolgt, haben sie noch keinen Schulplatz für den damals siebenjährigen Sohn Tom. „Meine Frau hat also erst einmal drei Monate Homeschooling gemacht. Das hat sie wahnsinnig gut gemeistert, brachte aber natürlich einige Herausforderungen mit sich. Neues Land, neue Sprache, neue Leute – und das am anderen Ende der Welt. Zwischenzeitlich fällt einem da schon mal die Decke auf den Kopf.“ Endlich kommt die positive Nachricht: Tom kann ab September 2024 in die zweite Klasse an einer Schule mit Schweizer Schulsystem gehen. Unterrichtet wird dort auf Deutsch und Spanisch. Und Tom fühlt sich schnell pudelwohl: „Er hat ganz viele mexikanische Freunde und spricht auch schon super Spanisch“, sagt Hospach stolz.
Neue Freunde finden
Seiner Frau Anna und der heute dreijährigen Tochter Lotta fällt das Ankommen dagegen schwer. Die Entfernung zur Familie in der Heimat macht Anna zu schaffen. Die Zeitverschiebung erschwert selbst regelmäßige Telefonate. „Das Familiäre brach einfach komplett weg. Keine Verwandtschaft, keine Freunde. Das war sehr heftig“, sagt Hospach. Hinzu kommen sprachliche Hürden und die vielen kleinen und großen organisatorischen Dinge, die es zu bewältigen gibt. Doch so schnell gibt Anna nicht auf. Sie sucht sich einen Spanischkurs und mit der neugewonnen sprachlichen Sicherheit knüpft sie schnell Kontakte. „Heute ist sie gut eingebunden, mit vielen Müttern aus der Schule befreundet und fühlt sich super wohl hier“, so Hospach.

Seit einem Jahr ist er mit seiner Familie nun in Mexiko und mittlerweile ist auch das jüngste Familienmitglied wirklich angekommen. „Lotta ist das einzige nicht-mexikanische Kind im Kindergarten, das ist natürlich eine Umstellung. Heute allerdings freut sie sich morgens schon auf dem Weg in den Kindergarten auf ihre Freundinnen Macarena und Regina.“
Alles-wird-gut-Mentalität
Überhaupt mache es Mexiko einem einfach, sich schnell wohlzufühlen, findet Manuel Hospach. Gefragt nach dem größten Unterschied zu Deutschland sagt er: „Struktur! Beziehungsweise die nicht vorhandenen Strukturen, wie wir sie kennen und gewohnt sind.“ Vieles laufe in Mexiko etwas lockerer und wo man in Deutschland teils sehr festgefahren sei, gebe es hier mehr Raum für Flexibilität – und das Vertrauen, dass sich immer eine gute Lösung findet. „Die Leute hier sind viel positiver und optimistischer als bei uns zu Hause, man ist sehr lebensfroh. Mit Lob und Komplimenten wird nicht gespart. Persönliche Beziehungen sind in Mexiko besonders wichtig“, erzählt Hospach.
Beeindruckt ist er nach wie vor von der enormen Vielfalt: „Mexiko hat so viele Facetten – landschaftlich, kulinarisch: Wir haben Wüste, Berge und Strand. Und dann die Offenheit der Menschen. Das habe ich unglaublich zu schätzen gelernt.“ Ob er sich vorstellen kann, länger als die geplanten zwei Jahre zu bleiben? „Auf jeden Fall!“, sagt er sofort.
Uhlmann México auf einen Blick
Standort: Terrapark Centenario, El Marques, Santiago de Querétaro
Gründungsdatum: Februar 2023
Zahl der Mitarbeitenden: 8
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