UHLMANN BRASILIENAm Puls von Südame­rika

Uhlmann Brasilien ist zuständig für Kunden aus Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Chile. Johannes Mayer vertritt Uhlmann nahe der Millionenstadt São Paulo.

Etwa andert­halb Auto­stunden östlich von São Paulo liegt Jacareí, die Bier­haupt­stadt Brasi­liens. Sie trägt diesen Beinamen, weil hier die Produk­tion von Bier landes­weit am größten ist. Was in der breiten brasi­lia­ni­schen Öffent­lich­keit weniger bekannt sein dürfte: In Jacareí sitzt auch Uhlmann Brasi­lien, seit zwölf Jahren geführt von Johannes Mayer.

Mayer kam als Projekt­ma­nager mehr­mals im Jahr nach Brasi­lien und verliebte sich dabei in Land und Leute – bezie­hungs­weise vor allem in seine heutige Frau. Heute führt er als Mana­ging Director insge­samt 30 Mitarbeiter:innen im Indus­trie­ge­biet von Jacareí, umgeben von anderen inter­na­tio­nalen Firmen. Auch die Group Compa­nies KOCH und WONDER sind hier vertreten.

Größerer Standort in Jacareí

Vor zwei­ein­halb Jahren zogen Mayer und sein Team einmal quer über die Straße in ein drei Mal so großes Gebäude. „So können wir auch unsere Show-Maschinen hier aufstellen“, sagt der Mana­ging Director. In der Halle stehen Maschinen von WONDER aus China, ein Track & Trace Modul und auch Kunden­ma­schinen wie beispiels­weise eine UPS 1030 vom Kunden Euro­farma. „Die werden wir gene­ral­über­holen und in Neuzu­stand bringen“, sagt Mayer.

Als Uhlmann in Brasi­lien Fuß fasste, bestand das Team gerade einmal aus einer Hand­voll Mitar­beiter. Seitdem hat sich viel getan. Mayer: „Mitt­ler­weile impor­tieren wir Ersatz­teile von Laup­heim und China, verkaufen, vertreiben und betreuen auch die Maschinen von WONDER. Außerdem impor­tieren wir Formate sowie elek­tri­sche und mecha­ni­sche Upgrades. Anfang 2021 haben wir begonnen, Formate hier zu fertigen.“

Uhlmann in Brasi­lien: Service ist das Zauber­wort

Das Haupt­ge­schäft von Uhlmann Brasi­lien ist das Servicing der Maschinen, rund ein Drittel aller Mitarbeiter:innen sind in diesem Bereich tätig. „Unsere Kunden hier sind haupt­säch­lich inha­ber­ge­führte Unter­nehmen wie etwa Euro­farma und EMS. An beide haben wir in den letzten vier Jahren acht Linien verkauft. Die großen Globals wie Pfizer oder Bayer sind hier auf dem Rückzug, weil der Markt für sie nicht inter­es­sant ist. Statt­dessen gibt es relativ viele Gene­rika-Firmen, die den Markt antreiben.“

Die Bezie­hung zu den Kunden ist gut, aber verlange, wie Mayer sagt, brasi­lia­ni­sche Flexi­bi­lität. „Das fällt einem Schwaben manchmal schwer.“ In Deutsch­land sei man es gewohnt, dass – wenn ein Plan erstmal gemacht ist – Dinge nach Plan laufen. In Brasi­lien hingegen könne man mitten in einem Projekt stecken und plötz­lich schlage der Kunde eine andere Rich­tung ein.

Deut­sche Werte in Brasi­lien geschätzt

Doch die Brasi­lianer schätzen Uhlmann als deut­sches Unter­nehmen und die Werte, die es verkör­pert. „Wir stehen für Zuver­läs­sig­keit – egal, ob es um Preis­ab­spra­chen oder Erreich­bar­keit geht“, sagt Mayer. Dass das so bleibt, betrachtet er als seinen persön­li­chen Auftrag.

Das Gebiet, in dem Uhlmann Brasi­lien Kunden bedient, ist riesig: Argen­ti­nien, Para­guay, Uruguay, und Chile werden zum „Mercosur“ zusam­men­ge­fasst. Dazu kommt Brasi­lien. Diese Kunden möchte Mayer mit seinem Team möglichst eigen­ständig versorgen. Zwar kommen ab und an auch einmal Kolleg:innen aus Deutsch­land, um bei Service-Einsätzen zu unter­stützen, aber auch wegen der Corona-Pandemie immer seltener.

Das Leben spielt sich draußen ab

Johannes Mayer fühlt sich wohl in Brasi­lien. Sein Team begrüßt er in der Firma stets mit einem gut gelaunten „Bom Dia“ (Guten Tag). Das mag an der brasi­lia­ni­schen Sonne und dem Lebens­ge­fühl liegen. „Wir essen an rund 300 Tagen im Jahr draußen“, sagt er. „Das Leben spielt sich hier größ­ten­teils im Freien ab.“ In seiner Frei­zeit genießt Mayer dann auch in vollen Zügen, was das Leben in Brasi­lien zu bieten hat – Kitesurfen gehört ebenso zu seinen Hobbies wie Standup Paddling.

Action im Wasser: Johannes Mayer beim Kitesurfen.

Mit einem Strand­buggy durch den Sand zu düsen gehört ebenso zu Mayers Frei­zeit­be­schäf­ti­gungen.

In Brasi­lien gibt es viel zu sehen: Zusammen mit seiner Frau genießt Johannes Mayer die brasi­lia­ni­sche Natur.

Lang­weilig wird es auch im Beruf nicht. „Brasi­liens Wirt­schaft ist immer gut für ein Auf und Ab“, sagt er. Das liege haupt­säch­lich am Wech­sel­kurs und den Regie­rungen, die oft große Auswir­kungen auf das Land haben. Doch Johannes Mayer und sein Team haben gelernt, diese sprich­wört­li­chen Wellen zu reiten.

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