GO FOR 30 VoicesNach­hal­tig­keit als stra­te­gi­scher Erfolgs­faktor

Was macht eine wirksame Nachhaltigkeitsstrategie aus? Und warum ist es so wichtig, Nachhaltigkeit strategisch zu verankern? Antworten auf diese Fragen sowie spannende Einblicke zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie in der Uhlmann Group im Rahmen von GO FOR 30 findet ihr hier.

Nach­hal­tig­keit ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein entschei­dender Erfolgs­faktor für Unter­nehmen, die zukunfts­fähig bleiben wollen. Auch bei der Uhlmann Group ist das Thema tief veran­kert – in unserem Purpose, unserer Vision und Mission – und bildet einen zentralen Bestand­teil unserer neuen Unter­neh­mens­stra­tegie GO FOR 30. Das Ziel ist es, den Erfolg von morgen aktiv zu gestalten: durch nach­hal­tiges Handeln, die Entwick­lung neuer Geschäfts­felder und Tech­no­lo­gien sowie durch part­ner­schaft­liche Zusam­men­ar­beit.

Eine erfolg­reiche Nach­hal­tig­keits­stra­tegie zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht isoliert betrachtet wird, sondern aus der Unter­neh­mens­stra­tegie abge­leitet ist und mit den Unter­neh­mens­werten im Einklang steht. Entschei­dend sind dabei klare, mess­bare Ziel­set­zungen, die durch konkrete Maßnahmen hinter­legt sind. Nach­hal­tig­keits­ziele berück­sich­tigen sowohl ökolo­gi­sche als auch soziale und ökono­mi­sche Aspekte und beziehen interne wie externe Stake­holder aktiv mit ein. Es sollen die indi­vi­du­ellen Stärken des Unter­neh­mens genutzt und dadurch Trans­pa­renz und Verbind­lich­keit geschaffen werden. Genau diesen ganz­heit­li­chen Ansatz verfolgen wir mit unserer neuen Stra­tegie – Nach­hal­tig­keit ist für uns kein isoliertes Projekt, sondern ein zentraler Erfolgs­faktor für lang­fris­tiges Wachstum und Inno­va­ti­ons­kraft.

Bis 2030 wollen wir bei Uhlmann ausschließ­lich Strom aus erneu­er­baren Ener­gien nutzen.

Welche Themen gehören für uns zu Nach­hal­tig­keit?

Nach­hal­tig­keit umfasst weit mehr als nur den Klima­schutz – sie wird heute ganz­heit­lich unter dem Begriff ESG betrachtet. ESG steht für Envi­ron­mental, Social und Gover­nance – also Umwelt, Soziales und verant­wor­tungs­volle Unter­neh­mens­füh­rung. Viele ESG-Akti­vi­täten werden heute bereits verein­zelt in den einzelnen Gesell­schaften umge­setzt. Die grup­pen­weite Nach­hal­tig­keits­stra­tegie wird die Syner­gien dazu grup­pen­weit heben und gemein­same Ziele veran­kern.

Diese drei Dimen­sionen bilden das Funda­ment für nach­hal­tiges Handeln in Unter­nehmen:

Envi­ron­mental
(Umwelt)

Hier geht es um den verant­wor­tungs­vollen Umgang mit natür­li­chen Ressourcen und den Schutz unseres Planeten. Themen wie Energie- und Wasser­ver­brauch, Emis­si­ons­re­duk­tion sowie die Entwick­lung nach­hal­tiger Produkte und Lösungen stehen im Fokus.

Social
(Soziales)

Der soziale Aspekt umfasst das Enga­ge­ment für Mitar­bei­tende und Gesell­schaft. Dazu zählen Arbeits- und Gesund­heits­schutz, Viel­falt und Chan­cen­gleich­heit sowie faire Bedin­gungen entlang der gesamten Liefer­kette.

Gover­nance
(Unter­neh­mens­füh­rung)

Gover­nance steht für trans­pa­rente, regel­kon­forme und ethisch verant­wor­tungs­volle Unter­neh­mens­füh­rung. Dazu gehören die Einhal­tung gesetz­li­cher Vorgaben, effek­tive Steue­rungs- und Kontroll­me­cha­nismen sowie Maßnahmen zur Korrup­ti­ons­prä­ven­tion und Geschäfts­ethik.

Die Notwen­dig­keit, Nach­hal­tig­keit stra­te­gisch zu veran­kern, ergibt sich dabei nicht nur aus unserem eigenen Antrieb, sondern auch aus den stei­genden Anfor­de­rungen, die an uns heran­ge­tragen werden – von Kunden­seite, durch gesetz­liche Vorgaben, vom Wett­be­werb und nicht zuletzt von der Gesell­schaft und unseren Kolle­ginnen und Kollegen. Wer lang­fristig wett­be­werbs­fähig bleiben möchte, muss Nach­hal­tig­keit ernst nehmen und konse­quent umsetzen.

Über­blick über die Hand­lungs­felder und Ziele

Diese Ziele betreffen natür­lich nicht nur einzelne Gesell­schaften, sondern die gesamte Uhlmann Group. Daher haben wir uns mit Kolle­ginnen und Kollegen von Uhlmann, KOCH, Cremer und Wonder zusam­men­ge­setzt und erfahren, was die neue Nach­hal­tig­keits­stra­tegie für diese Group Compa­nies bedeutet.

Wieso ist es für euch wichtig, Nach­hal­tig­keit in die Stra­tegie zu veran­kern?

  • Uhlmann: Nach­hal­tig­keit stra­te­gisch zu veran­kern ist für uns uner­läss­lich, da die Anfor­de­rungen unserer Kunden stetig steigen – und teil­weise sogar vertrag­lich fest­ge­legt sind. Themen wie Klima­schutz, Trans­pa­renz, Ziel­set­zung und Reporting sowie soziale Aspekte wie Diver­sität und Menschen­rechte entlang der Liefer­kette spielen vor allem in der Phar­ma­branche eine zentrale Rolle. Eine klare Stra­tegie hilft uns, diesen Anfor­de­rungen struk­tu­riert, proaktiv und glaub­würdig zu begegnen.
  • KOCH: Nach­hal­tig­keit ist ein zentraler Bestand­teil der Unter­neh­mens­stra­tegie von KOCH. Wir tragen Verant­wor­tung für unseren Planeten und seine Bevöl­ke­rung – und wir nehmen diese Verant­wor­tung aktiv wahr. Mit unserem Lösungs­port­folio, das unter anderem nach­hal­tige Verpa­ckungen umfasst, leisten wir einen bedeu­tenden Beitrag zur nach­hal­tigen Trans­for­ma­tion unserer Kunden. Dabei steht stets der Kunden­nutzen im Mittel­punkt: Unsere Lösungen sind nicht nur nach­haltig, sondern auch wirt­schaft­lich sinn­voll und zukunfts­si­cher. Initia­tiven zur Entwick­lung nach­hal­tiger Verpa­ckungs­lö­sungen (z. B. Verpa­ckungs­ver­ord­nung) zeigen, wie wir regu­la­to­ri­sche Anfor­de­rungen proaktiv in Inno­va­tionen über­setzen und Nach­hal­tig­keit stra­te­gisch veran­kern.
  • Cremer: Die gesetz­li­chen Vorgaben in der EU, insbe­son­dere im Rahmen des Green Deals und der Klima­ziele bis 2050, machen eine nach­hal­tige Ausrich­tung unver­zichtbar. In den Nieder­landen ist Nach­hal­tig­keit längst Teil des gesell­schaft­li­chen Bewusst­seins – unsere Gesell­schaft erwartet, dass wir Verant­wor­tung über­nehmen. Eine klare Stra­tegie macht uns als Arbeit­geber attrak­tiver und stärkt unsere Posi­tion im Markt.
  • Wonder: In China ist Nach­hal­tig­keit beson­ders wichtig im Hinblick auf die enge Zusam­men­ar­beit mit unseren welt­weiten Part­nern, die hohe Stan­dards erwarten. Gleich­zeitig beob­achten wir, dass auch in China das Bewusst­sein für die Umwelt stetig wächst – sowohl bei Behörden als auch in der Gesell­schaft. Eine stra­te­gi­sche Veran­ke­rung von Nach­hal­tig­keit hilft uns, diesen Entwick­lungen gerecht zu werden und unsere inter­na­tio­nale Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu sichern.

Gibt es geplante Projekte mit dem Fokus „Nach­hal­tig­keit“?

  • Uhlmann: Uhlmann setzt gezielt auf nach­hal­tige Projekte in verschie­denen Berei­chen. Im Fokus stehen bauliche Maßnahmen wie die Dach­sa­nie­rung und die Umrüs­tung auf LED-Beleuch­tung in Gebäude C1 sowie die Einfüh­rung eines Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tems nach DIN ISO 50.001. Der Einkauf arbeitet an mehr Trans­pa­renz in der Liefer­kette und strebt die BME-Zerti­fi­zie­rung „Nach­hal­tige Beschaf­fungs­or­ga­ni­sa­tion“ in Silber an. Auch HR trägt zur Nach­hal­tig­keit bei – mit beleg­loser Reise­ab­rech­nung, voll­di­gi­taler Vertrags­un­ter­zeich­nung und der ausschließ­li­chen Nutzung von Hybrid- und Elek­tro­fahr­zeugen gemäß Dienst­wa­gen­richt­linie.
  • KOCH: Neben der Entwick­lung nach­hal­tiger Maschi­nen­lö­sungen und Verpa­ckungs­kon­zepte für unsere Kunden verfolgen wir das Ziel, auch unsere eigene Produk­tion nach­hal­tiger zu gestalten und Emis­sionen zu redu­zieren. Dazu werden wir mehrere Projekte umsetzen. Aktuell rüsten wir die gesamte Gebäu­de­be­leuch­tung auf LED-Tech­no­logie um und werden dieses Projekt bis Ende des Jahres abschließen. In Kombi­na­tion mit der geplanten Photo­vol­ta­ik­an­lage in den kommenden Jahren leisten wir einen wich­tigen Beitrag zur Emis­si­ons­re­duk­tion. Auch die Weiter­ent­wick­lung nach­hal­tiger Verpa­ckungs­kon­zepte für den internen und externen Waren­trans­port trägt zu diesem Ziel bei. Ein weiterer Aspekt unserer Nach­hal­tig­keits­stra­tegie ist die Gesund­heit und das Wohl­be­finden am Arbeits­platz. Unsere Mitar­bei­tenden werden aktiv in die Weiter­ent­wick­lung und Umset­zung entspre­chender Maßnahmen einge­bunden.
  • Cremer: Wir nutzen bereits 100 % erneu­er­baren Strom für unseren Betrieb. Zusätz­lich inves­tieren wir in lokale, stand­ort­nahe Ener­gie­sys­teme, um unsere Abhän­gig­keit vom öffent­li­chen Strom­netz zu verrin­gern. Gleich­zeitig stellen wir unsere Fahr­zeug­flotte schritt­weise auf voll­elek­tri­sche Fahr­zeuge um – inklu­sive eigener Lade­sta­tionen. Diese Maßnahmen helfen uns, ener­gie­un­ab­hän­giger und wider­stands­fä­higer zu werden und unsere lang­fris­tigen Nach­hal­tig­keits­ziele besser zu errei­chen.
  • Wonder: Grup­pen­weit haben wir das Liefe­ranten- und Kunden­pro­gramm gestartet, um CO₂-Emis­sionen entlang der gesamten Wert­schöp­fungs­kette – sowohl vorge­la­gert als auch nach­ge­la­gert – syste­ma­tisch zu redu­zieren. Parallel dazu hat Wonder begonnen, ab dem Geschäfts­jahr 2024/25 Grün­strom­zer­ti­fi­kate zu erwerben. Zusätz­lich treibt Wonder die Nach­hal­tig­keits­stra­tegie aktiv voran und vertieft sie inner­halb der Liefe­ranten- und Kunden­netz­werke. Dazu gehört auch die Beschleu­ni­gung von Recy­cling-Initia­tiven – etwa die Wieder­ver­wen­dung von Maschinen-Holz­boxen und anderen Mate­ria­lien – sowie interne Verbes­se­rungen in der Effi­zienz von Ferti­gung und Montage. Diese Maßnahmen werden durch unsere eigene KING­SOFT-Soft­ware unter­stützt und orien­tieren sich an der First-Time-Right-Philo­so­phie, die Produkt­qua­lität erhöht, Ausschuss und Nach­ar­beit mini­miert und letzt­lich zu einer deut­li­chen Reduk­tion der CO₂-Emis­sionen beiträgt.

Welche Chancen oder Heraus­for­de­rungen seht ihr bei der Umset­zung der Stra­tegie?

  • Uhlmann: Im Hand­lungs­feld Custo­mers sehen wir eine große Chance darin, alle unserer aktiven Maschinen mit Product Carbon Foot­print (PCF)-Daten auszu­statten. Das bedeutet: Wir erfassen, wie viele Emis­sionen bei der Herstel­lung, Nutzung und Entsor­gung eines Produkts entstehen – also über den gesamten Lebens­zy­klus hinweg. Das ermög­licht uns, die Emis­sionen unserer Produkte deut­lich präziser zu erfassen – und darauf aufbauend geziel­tere Reduk­ti­ons­maß­nahmen zu entwi­ckeln. Die Heraus­for­de­rung sehen wir dabei vor allem in der syste­ma­ti­schen Erhe­bung und Verfüg­bar­keit der notwen­digen Daten entlang des gesamten Produkt­le­bens­zy­klus.
  • KOCH: Die Umset­zung dieser Stra­tegie erfor­dert Inves­ti­tionen, Verän­de­rungs­be­reit­schaft und klare Prio­ri­täten – gleich­zeitig bietet sie uns die Chance, unserer Verant­wor­tung glaub­würdig nach­zu­kommen und lang­fris­tigen Erfolg zu sichern. Mit unserem Lösungs­port­folio ermög­li­chen wir die nach­hal­tige Trans­for­ma­tion unserer Kunden. Dabei schaffen wir echten Kunden­nutzen, posi­tio­nieren uns als zukunfts­ori­en­tierter Partner und stärken unsere Markt­po­si­tion.
  • Cremer: Die Stra­tegie eröffnet uns die Chance, inno­va­tive Lösungen zu entwi­ckeln und neue Geschäfts­felder zu erschließen – insbe­son­dere im Bereich nach­hal­tiger Verpa­ckungs­tech­no­lo­gien. Nach­hal­tig­keit wird so zum Inno­va­ti­ons­treiber. Die Heraus­for­de­rung liegt darin, diese Entwick­lungen mit bestehenden Prozessen und Struk­turen in Einklang zu bringen.
  • Wonder: Wir freuen uns die Zusam­men­ar­beit mit unseren Liefe­ranten weiter auszu­bauen. Nur gemeinsam können wir die ambi­tio­nierten Reduk­ti­ons­ziele bei den Emis­sionen errei­chen. Die Nach­hal­tig­keits­stra­tegie bietet hierfür die rich­tige Grund­lage, indem wir mehr Liefe­ranten in unser Liefe­ran­ten­pro­gramm aufnehmen wollen und somit part­ner­schaft­liche Lösungen anstoßen.

Was alle Group Compa­nies vereint, ist die Über­zeu­gung, dass die Veran­ke­rung von Nach­hal­tig­keit in unserer Unter­neh­mens­stra­tegie GO FOR 30 von großer Bedeu­tung ist. Die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gien ergänzt unsere bishe­rigen Nach­hal­tig­keits­be­mü­hungen sinn­voll und schafft einen klaren Rahmen, um unsere Ziele struk­tu­riert und wirkungs­voll zu errei­chen. Auch Goldfuß begleitet uns auf unseren Nach­hal­tig­keits­zielen und hat dieses Jahr erfolg­reich das erste EcoVadis Assess­ment durch­laufen.

Mit Enga­ge­ment, Zusam­men­ar­beit und unseren Zielen vor Augen werden wir dies in der Uhlmann Group gemeinsam schaffen.

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