HobbyMinicar mit Elektro- oder Verbren­nungs­motor?

Service Engineer Morris Voldenauer erklärt, wo die Unterschiede bei den Minicar-Rennen liegen und mit welchem Auto er lieber fährt.

Elektro-Rennen

„Bei Minicar-Rennen mit Elek­tro­motor dreht sich alles um den Akku. Um sicher­zu­stellen, dass der Fahrer diesen nicht mani­pu­liert hat, messen die Veran­stalter vor dem Rennen die Akku­span­nung. Zudem wiegen sie die Elektro-Autos. Sie müssen alle in der glei­chen ,Gewichts­klasse‘ fahren.

Aufgrund der kurzen Akku-Lauf­zeit ist die Fahr­zeit bei Elektro-Rennen auf zehn Minuten begrenzt, zwischen den verschie­denen Läufen muss man immer laden. Die Akkus nach­zu­laden dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Zwischen den Rennen liegt deswegen immer viel Zeit.

Verbrenner-Rennen

Bei Rennen mit Verbren­nungs­motor-Mini­cars darf der Tank mit maximal 125 Milli­li­tern Sprit gefüllt sein. Das messen die Veran­stalter vor den Rennen nach. Auch die Zusam­men­set­zung des Nitro­me­tha­nols im Tank muss stimmen.

Mit einer solchen Tank­fül­lung fährt ein Minicar etwa acht Minuten. Bei regio­nalen Rennen wie der baden-würt­tem­ber­gi­schen Meis­ter­schaft mit einer Dauer von 30 bis 40 Minuten sind deswegen etwa vier Boxen­stopps notwendig, um ins Ziel zu kommen. Für das Tanken braucht der Minicar-Fahrer einen Helfer. Denn es würde viel zu viel Zeit kosten, wenn der Fahrer jedes Mal von der Erhö­hung neben der Bahn, von der aus er sein Auto steuert, bis zum Boxen­stopp laufen müsste. Ich spanne dafür immer einen Freund ein. Der holt das Auto auch und startet es neu, falls der Motor während des Rennens einmal ausgeht.

Der Motor­sound der Verbrenner-Minis klingt wie im Motor­sport bei der Formel 1 oder der Deut­schen Touren­wagen-Masters, kurz DTM. Damit die Autos nicht zu laut werden, muss der Auspuff den Normen entspre­chen. Die Schieds­richter prüfen deswegen vor dem Wett­kampf die Zulas­sungs­nummer jedes Auspuffs.

Mir persön­lich gefallen die Rennen mit Verbrenner mehr. Es ist span­nender – wegen der Boxen­stopps und weil das Auto aufgrund der längeren Fahr­zeit mehr aushalten muss und öfter etwas kaputt­geht. Zudem hat man den Stress mit dem Laden des Akkus nicht.“

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