NachhaltigkeitKleine Taten, große Wirkung: Wie unsere Mitar­bei­tenden die Arten­viel­falt fördern

Im März berichteten wir von der neuen Uhlmann InsektenBox und riefen alle Kolleginnen und Kollegen auf, ihre eigenen Initiativen zur Förderung der Biodiversität und des Umweltschutzes zu präsentieren. Heute stellen wir die Teilnehmenden und ihre Projekte vor.

Bereits im vergan­genen Sommer haben Auszu­bil­dende von Uhlmann zusammen mit den Teil­neh­menden des Sommer­fe­ri­en­pro­gramms ein Insek­ten­hotel bemalt und befüllt. Diese Aktion haben wir als Anlass genommen, um die Biodi­ver­sität in Laup­heim weiter zu unter­stützen. Aufgrund dessen hat die Nach­hal­tig­keits­ab­tei­lung eine Mitmach-Aktion zur Förde­rung der Biodi­ver­sität ins Leben gerufen. So konnten Mitar­bei­tende ihren persön­li­chen Beitrag zu dem Thema einsenden und tolle Preise gewinnen.

Wieso ist Biodi­ver­sität so wichtig?

Biodi­ver­sität reiht sich – neben den beiden Kompo­nenten Soziales und Gover­nance – unter dem „E“ (Envi­ron­mental) in ESG ein und ist damit ein rele­vantes Thema im Bereich Umwelt. Biodi­ver­sität beschreibt die Viel­falt an Pflanzen, Tieren und Mikro­or­ga­nismen in unserem Ökosystem. Dieser Arten­reichtum ist wichtig für alle Ökosys­teme, da er für frucht­bare Böden, sauberes Wasser, bestäubte Pflanzen und ein stabiles Klima sorgt. Einen Verlust der Biodi­ver­sität hat somit Auswir­kungen auf das gesamte Leben auf der Erde.

Bei unserer Mitmach-Aktion ging es vor allem darum, inspi­rie­rende Ideen zu sammeln und zu teilen. Dabei haben uns drei Beiträge durch ihren Einfluss und ihre Krea­ti­vität beson­ders beein­druckt. Wir haben alle einge­reichten Beiträge in den Kate­go­rien Krea­ti­vität und Inno­va­tion, Umwelt­wir­kungen, Nach­hal­tig­keit, sowie Reich­weite und Enga­ge­ment bewertet.

Das sind die Gewinner!

„Ganz beson­deres
Flur­stück“
Thomas Geisel­mann (UCS3)

„Aufzucht einer
Amei­sen­jungfer“
Matthias Fischer (UOL)

„Biodi­ver­si­täts-
förde­rung
in Schul­pro­jekten“
Jürgen Lauber (UFC)

1. Platz:
„Ganz beson­deres Flur­stück“, Thomas Geisel­mann (UCS3)

Thomas Geisel­mann hat vor einigen Jahren gemeinsam mit seiner Frau ein Flur­stück von seinen Groß­el­tern über­nommen. Die 3.500 m2 große Fläche hat er dabei stück­chen­weise in ein Para­dies der Biodi­ver­sität verwan­delt.

Thomas, welche Verän­de­rungen habt ihr an der Fläche vorge­nommen?

Wir haben die verpach­tete Acker­fläche wieder in Wiese umge­wan­delt, um die bestehende Streu­obst­fläche auf die gesamte Fläche auszu­dehnen. Neben den Bäumen haben wir etliche Nist­kästen ange­bracht, 16 Meter verschie­dene Beeren­sträu­cher gepflanzt und achten dabei sehr auf Nach­hal­tig­keit.

Welche weiteren Maßnahmen habt ihr für die Biodi­ver­sität getroffen?

Ein Teil der Fläche soll im kommenden Jahr von Schafen beweidet werden. Derzeit machen meine Frau und ich zusätz­lich auch einen Jahres­kurs zum Fach­wart für Obst und Garten im Land­wirt­schaftsamt Biberach. Beson­ders stolz sind wir darüber, dass wir die Ausbil­dung teil­weise auf unserem eigenen Flur­stück durch­führen können und dieses zusätz­lich für die Ausbil­dung weiterer Baum­fach­warte im Land­kreis Biberach zur Verfü­gung steht.

2. Platz:
„Aufzucht einer Amei­sen­jungfer“, Matthias Fischer (UOL)

Von der ganz großen Fläche hin zu unseren kleinen Helfern und Nütz­lingen: Matthias Fischer und sein Sohn Louis haben gemeinsam eine Amei­sen­jungfer groß­ge­zogen. Dieses span­nende Projekt hat uns natür­lich neugierig gemacht, und wir haben mit Matthias dazu gespro­chen.

Matthias, bei deiner Einrei­chung ist uns beson­ders eure Begeis­te­rung für die kleinen Bewohner im Garten aufge­fallen. Woher kam euch die Idee?

Unser Sohn Louis hat die Entwick­lung der Amei­sen­jungfer von der Larve bis zur Eiab­lage über ein Jahr lang begleitet und eine beson­dere Verbin­dung zu diesem faszi­nie­renden Insekt aufge­baut. Für unseren Sohn Louis hat es sich am Ende sogar wie ein Haus­tier ange­fühlt.

Wie hat euch diese Erfah­rung beein­flusst?

Durch Louis’ Begeis­te­rung wurden wir als Familie zu Insek­ten­paten. Seitdem setzen wir uns aktiv für natür­liche Lebens­räume ein, etwa durch die Pflan­zung von Wild­blumen, Hage­butten oder Flie­der­sträu­chern. Weiterhin unter­stützen wir das Fort­be­stehen von Insekten und Vögeln durch Insek­ten­ho­tels und Nist­kästen. Außerdem spielt dieses Thema in der Erzie­hung unserer Kinder eine wesent­liche Rolle. Nach­hal­tig­keit, einen respekt­vollen Umgang mit der Natur und die Freude draußen zu sein und zu entde­cken sind für uns wich­tige Werte, die wir weiter­geben möchten.

3. Platz:
„Biodi­ver­si­täts­för­de­rung in Schul­pro­jekten“, Jürgen Lauber (UFC)

In der Gemein­schaft können auch die Kleinsten Großes bewirken. So haben Jürgen Lauber und sein Sohn in diversen Schul­pro­jekten im Herbst und in den letzten Monaten mit viel Hingabe Vogel- und Insek­ten­häus­chen gebaut.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Vogel- und Insek­ten­häus­chen zu bauen?

Die Schule unserer Kinder ist rund um die Themen Nach­hal­tig­keit & Biodi­ver­sität sehr aktiv und wurde bereits vom Regie­rungs­be­zirk Tübingen für verschie­dene Initia­tiven ausge­zeichnet. Mein Sohn hat sich in mehreren „grünen Projekten“ für die Aktionen begeis­tert, und ich wurde dann auto­ma­tisch mit einge­bunden. Im Herbst und in den letzten Monaten haben wir gemeinsam verschie­dene Häus­chen gebaut, um Vögeln & Insekten einen sicheren Lebens­raum zu bieten.

Wo habt ihr die Häus­chen gebaut und in welchen Projekten wart ihr aktiv?

Zum einen haben wir zu Hause gebas­telt, aber der Schwer­punkt lag auf den beschrie­benen Schul­pro­jekten. In Arbeits­ge­mein­schaften, bei Projekt­tagen und zusätz­li­chen Mit-Mach-Aktionen zu Nach­hal­tig­keit, Insekten, Garten oder Pflanzen wurde die Biodi­ver­sität vor Ort verbes­sert.

Wie Kolle­ginnen und Kollegen Biodi­ver­sität unter­stützen – und wie du es auch tun kannst

Unsere Umwelt verän­dert sich ständig, aber jeder kann etwas tun, um die biolo­gi­sche Viel­falt zu erhalten. Dabei ist es egal, ob du viel oder wenig Fläche zur Verfü­gung hast. Hier sind einige Ideen und Bilder von Teil­neh­menden unserer Mitmach-Aktion, wie du zu einer ausge­wo­genen Biodi­ver­sität beitragen kannst:

  • Insek­ten­ho­tels und Vogel­häuser aufbauen – ein Beitrag von Verena Schuster
  • Insek­ten­freund­liche Pflanzen anlegen – ein Beitrag von Dietmar Jerg
  • Obst­bäume und Blumen­wiese pflanzen – ein Beitrag von Heinz-Peter Leuther
  • Stein­haufen und Totholze für Igel und Eidechsen – ein Beitrag von Manuel Eiberle
  • Blühende Wald­rebe mit Nist­kästen – ein Beitrag von Thomas Sievers

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal ganz herz­lich für alle Einrei­chungen und Teil­neh­menden bei unserer Mitmach-Aktion bedanken. Wir sind begeis­tert über den Einsatz für den Erhalt und der Förde­rung der Biodi­ver­sität in Laup­heim und Umge­bung und freuen uns auf weitere Aktionen.

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