Hobby„Ranger zu werden, war für mich ein echtes High­light“

Als begeisterter „Royal Ranger“ engagiert sich Julian Knoll, der bei uns ein duales Studium, Fachrichtung Elektrotechnik absolviert, in der christlichen Pfadfinderarbeit. Hier verrät er, welche Aufgaben er übernimmt und was ihn daran besonders begeistert.

Mein Hobby begleitet mich schon seit 16 Jahren: Als ich mit sechs Jahren endlich zu den „Rangers“ durfte, war das ein abso­lutes High­light für mich. Royal Rangers sind christ­liche Pfad­finder mit der Aufgabe, Kindern und Jugend­li­chen von Gott zu erzählen und zu begeis­tern sowie Ihren Teil für Gott und die Gemein­schaft beizu­tragen – und das in Verbin­dung mit der Natur und Pfad­fin­der­tech­niken.

Bei den Royal Rangers gibt es verschie­dene Alters­stufen: Die Gruppe von drei bis sechs Jahren heißt Entde­cker, dann folgen die Forscher. Kinder von neun bis zwölf Jahren sind Kund­schafter, bevor sie zu den Pfad­fin­dern und ab 15 Jahren zu den Pfadran­gern gehören. Wer mag kann mit 15 Jahren auch Junior­leiter werden. Ansonsten ist man ab 18 Jahren frei­willig ein Leiter.

Julian Knoll ist bereits seit 16 Jahren ein Royal Ranger.
Im Stamm Senden enga­giert er sich heute als Leiter.

Spie­le­risch lernen

Ich bin im Stamm 293 in Senden und war bisher Leiter im Team der Löwen­affen. Das sind Kinder von sechs bis neun Jahren. In dieser Alters­gruppe liegt der Fokus darauf viel gemeinsam zu spielen und spie­le­risch die Bibel und Ranger-Regeln kennen­zu­lernen. Wir basteln, machen Drau­ßen­spiele oder kochen zusammen.

Pfad­fin­der­tech­niken in der Natur erlernen, steht bei den Nach­wuchs-Rangern im Fokus.

Aufstellen zum gemein­samen Abend­pro­gramm beim Camp der Royal Rangers.

Auch die Zeit zum gemein­samen Ruhe tanken als Team kommt nicht zu kurz.

Im September 2024 wech­selte ich das Team und bin nun bei den Kund­schaf­tern. Jetzt heißt es, mit den Pfad­fin­der­tech­niken anfangen und den Kindern beibringen, was sie brau­chen, um ein Zelt aufzu­stellen, Feuer zu machen und darüber zu kochen oder sich mit einem Kompass zurecht­zu­finden. Aber auch in dieser Alters­stufe ist es wichtig, noch einen Ausgleich mit Spiel und Action zu haben. Das macht auch uns Leitern Spaß und es ist schön, wenn man als Erwach­sener nochmal ein biss­chen Kind sein darf.

Die Camps sind für mich immer eine sehr inten­sive Zeit – vor allem mit Gott. Der Spaß kommt dabei aber nicht zu kurz.

Julian Knoll, Royal Ranger

Christ­liche Basis

Die Royal Rangers sind ein christ­li­cher Verband, darum sind die Andachten in allen Alters­gruppen ein fester Bestand­teil. Alle Leiter bereiten jede Woche einen Impuls vor, in dem sie Geschichten aus der Bibel und von Jesus oder Gott erzählen. In den jüngeren Stufen passiert das noch auf spie­le­ri­sche Art oder durch kurze Thea­ter­stücke. Wenn die Kinder älter sind, dürfen sie auch selbst Andachten gestalten und beschäf­tigen sich dadurch mit christ­li­chen Themen und der Bibel.

Andachten sind bei den Royal Rangers für alle Alters­gruppen ein fester Bestand­teil.

Als Pfad­finder gibt es natür­lich auch Abzei­chen. Bei „meinen“ ehema­ligen Forschern sind es noch Hefte, mit einem Über­thema, zum Beispiel Eulen. Das Heft ist gefüllt mit Geschichten, Bastel­ideen und Rätseln. Ist alles ausge­füllt, gibt es ein passendes Abzei­chen. In den höheren Stufen fragen wir für die Abzei­chen Pfad­fin­der­tech­niken ab, mit stei­gendem Schwie­rig­keits­grad. Zu einem Abzei­chen gehört auch immer ein Bibel­fra­ge­bogen, für den sich die Kinder mit der Bibel beschäf­tigen und dazu Fragen beant­worten. Als Royal Ranger ist der Glaube das Wich­tigste und die Grund­lage unseres Tuns. Deswegen findet sich das immer wieder in den Programm­punkten.

Die Royal Rangers sind da!

Während der Camps schlafen die Teil­neh­menden in einfa­chen Zelten.

Belohnt werden sie nicht selten mit traum­haften Ausbli­cken.

Statt Komfort müssen die Teil­neh­menden der Camps schon mal mit Regen und Matsch klar­kommen.

Auch aufge­weichter Zelt­boden gehört dazu.

Camp­leben bedeutet vor allem Gemein­schaft, Spiele und Action.

Pfad­fin­der­high­lights: Haiks und Camps

Für die Leiter gibt es verschie­dene Weiter­bil­dungen, wie das National Trai­nings Camp für Erwach­sene oder das Junior Leiter Trai­nings Camp für Teen­ager. Als Ranger gehören auch soge­nannte Haiks. Bei diesen Orien­tie­rungs­läufen wandert man ein paar Tage mit seinem Gepäck und schläft draußen mit den einfachsten Mitteln. Alles, was man braucht, muss man tragen und mitnehmen. Da ist gute Vorbe­rei­tung gefragt. Genauso bei der Routen­pla­nung, denn Handys sind nur für einen Notfall gedacht. Unter­wegs müssen die Natur, Karten und ein Kompass reichen. Für die kleinen Forscher gibt es statt­dessen Über­nach­tungen mit kurzen Wande­rungen.

Das High­light jedes Rangers ist das Camp, das in der Regel einmal im Jahr statt­findet. Welche Stämme wie zusam­men­kommen vari­iert. Alle vier bis fünf Jahre gibt es das Regional Camp, an dem alle Stämme einer Region teil­nehmen. Senden liegt in Bayrisch-Schwaben, hier gibt es etwa 750 aktive Ranger.

Kuli­na­risch High­lights gibt es in den Ranger-Camps eben­falls.

Die obli­ga­to­ri­sche Grill­wurst und das gemein­same Essen gehören dazu.

Geburts­tage feiert die Gemein­schaft natür­lich eben­falls.

Im Camp lebt man eine Woche zusammen in Zelten in der Natur, kocht über dem Feuer und wächst als Gemein­schaft weiter zusammen. Tags­über finden meis­tens Work­shops statt oder es gibt eine Camp-Olym­piade. Nach dem Abend­essen startet das Abend­pro­gramm mit dem Singen christ­li­cher Lieder. Auch ein Theater, mit passendem Motto zum Camp und als verständ­liche Einlei­tung zur Predigt, steht auf dem Programm. Für mich ist das immer eine sehr inten­sive Zeit – vor allem mit Gott. Der Spaß kommt dabei aber nicht zu kurz. Und das Kuli­na­ri­sche auch nicht: Beim Bundes­camp 2022 wurden sogar ganze Menüs über dem Feuer gezau­bert.

Besser dank Ihnen!
Bitte bewerten Sie diesen Artikel:
+1+2+3+4+5
Loading...

Vielen Dank!

Verpassen Sie keine Geschichte!

Abonnieren Sie jetzt den pactuell-Newsletter und erhalten Sie Infos zu neuen Artikeln direkt in Ihr E-Mail-Postfach:

Informationen zum Abo und zum Datenschutz finden Sie hier.

Zurück zur Übersicht: Alle Artikel