JubiläumMann von Format

Herbert Hirschmann arbeitet seit einem halben Jahrhundert bei Uhlmann. Wenn er im März in den Ruhestand geht, blickt er auf ein erfülltes Arbeitsleben zurück – und nimmt eine ganz besondere Erinnerung mit.

Das Berufs­leben beginnt für Herbert Hirsch­mann mit einem Aufstieg: Als der 15-Jährige seine Lehre zum Maschi­nen­schlosser bei Uhlmann aufnimmt, fehlen noch ein paar Zenti­meter, um den Schraub­stock zu errei­chen. „Da hat man mir und ein, zwei Mitlehr­lingen, denen es auch so ging, kurzer­hand eine Holz­pa­lette hinge­schoben“, erin­nert er sich 50 Jahre später lachend. Ohnehin hat er die Lehr­zeit in guter Erin­ne­rung: „Wenn ich eine Frage hatte, konnte ich sie immer stellen. Der Lehr­meister war ein fein­füh­liger Mensch.“

Die Arbeit hat mich all die Jahre inter­es­siert und faszi­niert.

Herbert Hirsch­mann

Die Palette kann bald weg – aber Hirsch­mann bleibt: „Uhlmann hatte schon damals einen guten Ruf. Da wusste man, dass man eine hervor­ra­gende Ausbil­dung bekommt“, erklärt der 65-Jährige. Auf die Lehre, die er 1975 abschließt, folgt, nach einer Unter­bre­chung durch den Wehr­dienst, die Anstel­lung im Werk­zeugbau. Zehn Jahre lang montiert und fräst er dort Werk­zeuge. „Das hat mir gut gefallen. Aber dann war intern eine Stelle in der Format­kon­struk­tion ausge­schrieben. Auf die habe ich mich beworben, und es hat geklappt.“

Vom Sach­be­ar­beiter zum Tool Desi­gner

So wird Hirsch­mann 1988 Format­sach­be­ar­beiter und damit Experte für die viel­fäl­tigen Zuführ­sys­teme der Uhlmann Maschinen. Er bleibt es im Grunde bis heute – auch wenn sich seine Stelle inzwi­schen „Tool Desi­gner“ nennt. Aber Verän­de­rungen schre­cken ihn sowieso nicht, im Gegen­teil: „Es war nie eintönig, denn durch die Produkt­ent­wick­lungen kamen immer wieder neue Formate dazu. Deshalb hat mich die Arbeit all die Jahre inter­es­siert und faszi­niert.“ Außerdem fühlt sich der gebür­tige Achstetter bei Uhlmann gut aufge­hoben: „Ich wurde fair behan­delt und gut bezahlt und musste nie Sorgen um den Arbeits­platz haben. Diese Sicher­heit ist viel Wert.“

Als Lehr­ling zum Maschi­nen­schlosser begann Herbert Hirsch­mann (links) bei Uhlmann.

Gemein­same Feiern waren schon damals wichtig bei Uhlmann.

In 50 Jahren entstehen viele Bilder, die im Kopf bleiben - und zum Jubi­läum auch Bilder vom Kopf.

Seine Frau (rechts) lernte Herbert Hirsch­mann in der Lehre kennen. Bei der Jubi­lar­feier schwelgte das Paar gemeinsam mit Hedwig und Tobias Uhlmann und Mitglie­dern der Geschäfts­füh­rung in Erin­ne­rungen.

Beson­ders schätzt er an Uhlmann, „dass immer Wert auf Gemein­schaft gelegt wird“, wie er sagt. Seine liebsten Erin­ne­rungen aus den vergan­genen 50 Jahren sind dann auch die gemein­samen Feiern wie zum Beispiel der Winter­zauber, der jetzt wieder statt­findet.

Viel zu tun im Ruhe­stand

Hirsch­mann wird Uhlmann auch nach seinem Eintritt in den Ruhe­stand im März 2023 verbunden bleiben. „Der Kontakt bleibt auf jeden Fall bestehen“, sagt er. Obwohl ihm sicher nicht lang­weilig sein wird: Da ist sein Neben­ge­webe, der Textil­druck Hirsch­mann, den er vor 15 Jahren grün­dete. Außerdem der Tennis­platz, den er vor 30 Jahren gegen den Fußball­rasen tauschte und bis heute liebt. Und nicht zuletzt seine Familie mit dem fünf­jäh­rigen Enkel­töch­ter­chen. Zwei Monate nach ihm geht zudem auch seine Frau in den Ruhe­stand. Sie arbeitet bei Uhlmann Fecht­sport. Kennen­ge­lernt haben sich die beiden in der Lehre. Ob sie ihn entdeckte, als er auf der Holz­pa­lette stand, wissen wir nicht. Aber die pactuell-Redak­tion klopft auf Holz für die kommenden gemein­samen Jahre.

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