Uhlmanns KlimastrategieBye bye, CO2!

Carolyn Leung und Lea Steilen sind auf der Jagd nach schädlichen Klimagasen. Sie entwickeln für die Uhlmann Group eine gruppenweite Klimastrategie.

Carolyn Leung ist Sustaina­bi­lity Mana­gerin und sorgt zusammen mit Trainee Lea Steilen dafür, dass die Uhlmann Group ihr Möglichstes tut, um unseren Planeten zu schützen. Seit Oktober entwi­ckeln die beiden zusammen mit Vertre­tern aus den Group Unter­nehmen unsere grup­pen­weite Klima­stra­tegie. „Einge­bettet in unsere 4ward25 Stra­tegie legen wir so den Grund­stein für die grup­pen­weite Zusam­men­ar­beit hin zu einer über­grei­fenden Klima­stra­tegie für die Uhlmann Gruppe“, sagt Leung.

Dass Uhlmann dieses Thema so ernst nimmt, ist nicht allein der mora­li­schen Verpflich­tung geschuldet. Nach­hal­tiges Handeln ist für Unter­nehmen inzwi­schen zum Wett­be­werbs­faktor geworden: „Sämt­liche Kunden aus den Indus­trien Pharma, Food und Consumer Goods legen großen Wert darauf und fragen gezielt nach“, erklärt Lea Steilen.

Kunden fragen gezielt nach.

Lea Steilen, Trainee Sustaina­bi­lity Manage­ment

Daten sammeln

Doch wie entsteht denn eine Klima­stra­tegie? „Als erstes hatten wir Work­shops mit den Geschäfts­füh­rern der einzelnen Group Compa­nies, in denen wir sie thema­tisch abge­holt haben“, erzählt Leung. Im nächsten Schritt wurden pro Group Company soge­nannte „Carbon Mana­gers“ bestimmt, deren Aufgabe es ist, rele­vante Daten der einzelnen Gesell­schaften – beispiels­weise zur CO2-Emis­sion – zu sammeln und auszu­werten. Denn nur, wenn wir wissen, wo das Unter­nehmen wie viel CO2 ausstößt, können wir etwas dagegen tun. Basie­rend auf den Emis­sionen werden dann die Ambi­ti­ons­ni­veaus für die einzelnen Stand­orte und das Unter­nehmen gesamt fest­ge­legt. Das erfolgt zusammen mit der Unter­neh­mens­lei­tung. Projekt­lei­terin Leung und Lea Steilen selbst haben dabei jeweils eine Doppel­funk­tion: „Erstens sind wir selbst für die Uhlmann Pac-Systeme die Sustaina­bi­lity- und Carbon Manager. Zwei­tens leiten wir das Projekt Klima­stra­tegie aber auch grup­pen­weit“, so Steilen.

Das Team (v.l.o.n.r.u.): Alan Delgado (KUT), Carsten Ehlend (KDE), Flavio Masago (UBR), Freek Voogt (Cremer), Jimmy Xue (WCN), Paweł Knapek (APL), Emma Månes­kiöld (USE), Michał Szcze­ciński (APL), Carolyn Leung, Filip Rapiński (APL), Markus Efer­dinger (KUS), Wong Yeow Kong (USG), Karl Braig (ADE), Lea Steilen, Mateusz Soko­lowski (APL), Meike Miller, Matthias Kaiser (UDE), Mateusz Rusek (APL). Nicht im Bild: Udayraj Kalkundre und Sumeet Arora (UIN), Robert Olichv (UUS).

Ambi­tio­nierte Ziele für den Klima­schutz

Bis zum Ende des Geschäfts­jahres am 31. März soll die Stra­tegie vorliegen. Die soll aber kein starres Korsett darstellen, wie Steilen sagt: „Wir sind uns bewusst, dass sich die äußeren Umstände je nach Group Company teil­weise stark unter­scheiden. Deswegen möchten wir bei der Umset­zung der einzelnen Maßnahmen zum Klima­schutz größt­mög­liche Frei­heit einräumen.“ Während andere Unter­nehmen beispiels­weise auf die Kompen­sa­tion des verur­sachten CO2-Ausstoßes durch gekaufte Lizenzen setzen, hat die Uhlmann Group das klare Ziel, wo immer möglich das klima­schäd­liche Gas zu vermeiden. „Wir wollen es gleich richtig machen“, so Steilen.

Dazu nimmt das Team drei Bereiche, soge­nannte Scopes, in den Blick: Scope 1 umfasst Emis­sionen, die direkt im Unter­nehmen anfallen – zum Beispiel die unseres Fuhr­parks. Scope 2 betrifft indi­rekte Emis­sionen, die beispiels­weise beim Zukauf von Energie entstehen. In Scope 3 schließ­lich geht es um Emis­sionen, die bei vor- oder nach­ge­la­gerten Prozessen entstehen, beispiels­weise beim Einkauf von Mate­ria­lien, bei der Logistik und beim Betrieb der Maschinen. „Die größte Heraus­for­de­rung ist die Erhe­bung der Scope 3 – Emis­sionen“, sagt Leung. „Im Moment analy­sieren wir deshalb die Wert­schöp­fungs­kette und ermit­teln, wo genau welche Emis­sionen anfallen. Auf dieser Grund­lage entwi­ckeln wir dann einen Emis­si­ons­re­duk­ti­ons­plan.“

Mitar­bei­tende sollen sensi­bi­li­siert werden

Und was können die einzelnen Bereiche dazu beitragen? „Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, die Mitar­beiter zu sensi­bi­li­sieren, denn jeder Fach­be­reich muss an der Trans­for­ma­tion aktiv mitge­stalten. Um die vor- und nach­ge­la­gerten Emis­sionen zu redu­zieren, ist es beispiel­weise essen­ziel, mit den Liefe­ranten eng zusammen zu arbeiten und die Liefer­ketten syste­ma­tisch zu analy­sieren“, erklärt Leung. „Wir verant­worten als Unter­nehmen auch die Emis­sionen, welche beim Liefe­ranten von der Rohstoff­ge­win­nung bis hin zur Verar­bei­tung und letzt­end­lich beim Trans­port und der Anlie­fe­rung an einem unserer Stand­orte entstehen. Unter anderem kann man über das Design unserer Produkte die Emis­sionen in der Liefer­kette, in der Herstel­lung und im Betrieb nach­haltig beein­flussen.“

Im Auftrag der Nach­hal­tig­keit bei Uhlmann

Carolyn Leung kam im Oktober 2021 zu Uhlmann. Als Sustaina­bi­lity Mana­gerin bringt sie Erfah­rung aus anderen Unter­nehmen mit, in denen sie als Nach­hal­tig­keits­ma­na­gerin gear­beitet hat. Ihre Aufgabe und die des erwei­terten Nach­hal­tig­keits­teams ist es, Uhlmann im Rahmen der Klima­stra­tegie grup­pen­weit nach­hal­tiger zu gestalten.

Lea Steilen fing nach ihrem Bachelor in Umwelt und Betriebs­wirt­schaft im September 2021 bei Uhlmann als Trainee an. Ihr Fokus in der Klima­stra­tegie liegt auf der Klima­bi­lan­zie­rung unserer Produkte. Das Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment Uhlmann Pac Systeme berichtet an Matthias Kaiser, Director Port­folio Stra­tegy, Marke­ting & Sustaina­bi­lity.

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