Kooperation mit PesterAuf einer Linie

Im Dezember 2019 haben Uhlmann und Pester ihre Zusammenarbeit vertraglich besiegelt. Inzwischen trägt sie in Gestalt von vier neuen Endverpackermodellen erste Früchte. Eine firmenübergreifende Teamleistung.

Wenn zwei beschließen, sich zusam­men­zutun, ist noch lange nicht gesagt, dass es gut funk­tio­nieren wird. Die Ecken und Kanten des jeweils anderen offen­baren sich doch erst, wenn man einander näher kennen­lernt.

Davon, dass es gut laufen könnte zwischen der Uhlmann Pac-Systeme GmbH & Co. KG und der pester pac auto­ma­tion GmbH, waren die Geschäfts­füh­rungen bei der Unter­zeich­nung des Koope­ra­ti­ons­ver­trags im Dezember 2019 jedoch über­zeugt. Die verbin­denden Momente spra­chen dafür: zwei Fami­li­en­un­ter­nehmen, beide welt­weit führende System­an­bieter – das eine für das Verpa­cken von Phar­ma­zeu­tika in Blister, Flaschen und Kartons, das andere für Endver­pa­ckungs­lö­sungen. Beide behei­matet in Süddeutsch­land und nur eine knapp einstün­dige Auto­fahrt vonein­ander entfernt.

 

Die Firma Pester tickt sehr ähnlich wie wir.

Ralf Brehm, Senior Design Engi­neer

 

Ralf Brehm, Senior Design Engi­neer bei Uhlmann und von Anfang an mit im Koope­ra­ti­ons­boot, sagt es so: „Die Firma Pester tickt sehr ähnlich wie wir. Sie haben ähnliche Struk­turen und Denk­weisen. Wenn wir mitein­ander reden, habe ich manchmal das Gefühl, sie könnten meine Gedanken lesen. So zu arbeiten macht Spaß, und das war von der ersten Minute an so.“

Vom Beschnup­pern zum Vertrag

Die erste Minute war schon im Sommer 2019. Unter großer Geheim­hal­tung, weil noch nicht klar war, was daraus werden würde, reiste ein kleiner Kreis von Uhlmann-Mitar­bei­tern zu Pester ins Allgäu. Neben Ralf Brehm waren mit dabei der Projekt­leiter Chris­tian Link, Projekt­as­sis­tent Stefan Birk-Braun, Torsten Pfalz­graf vom Einkauf, Hubert Schmid aus dem Service, Klaus Braig vom Vertrieb und für die Elek­trik Tobias Schöff­mann. Nach dem Beschnup­pern legte das Team die Grund­züge des gemein­samen Projekts fest und besuchte den Teil des Teams in Laup­heim.

Im Dezember 2019 besie­gelten die Verbin­dung dann offi­ziell Norbert Rechner (Mana­ging Director bei Pester), Roland Rassl (Mana­ging Director bei Pester), Tim Slomp (CTO Uhlmann), Thomas Pester (CEO Pester) und Michael Mrachacz (CSO Uhlmann). Doch den Beweis, dass es wirk­lich passt, sollte das Projekt­team erst noch erbringen. Ganz konkret mit vier neuen Endver­pa­ckungs­an­lagen für die Pharma-Pack­a­ging-Linien von Uhlmann, die es binnen eines halben Jahres zu entwi­ckeln galt. Ein Tempo, das nur aufnehmen kann, wer sich versteht.

Blind verstehen ohne betriebs­blind zu sein

Brehms Haupt­an­sprech­partner bei Pester waren und sind fürs Projekt­ge­schäft Tatjana Akolk, Project Manager Busi­ness Unit Pharma, und, wenn es um die Maschinen geht, Manfred Albrecht, Asso­ciate Tech­nical Director Busi­ness Unit Pharma. Und auch Albrecht kennt das Gefühl, dass da jemand Gedanken liest: „Manchmal ist es wie bei Zwil­lingen“, sagt der stell­ver­tre­tende Tech­ni­sche Leiter von Pester.

 

Der Austausch läuft einfach super.

Tatjana Akolk, Project Manager Busi­ness Unit Pharma Pester

 

Ein Eindruck, den Akolk bestä­tigen kann: „Der Austausch läuft einfach super. In so einem Prozess gibt es immer mal Knack­punkte. Und wenn dann der andere sagt: ‚Das wäre bei uns genauso‘, fühlt man sich einfach verstanden“, sagt Akolk. Sie kam während des Projekt­be­ginns aus der Chemie­branche zu Pester und konnte das Entstehen der Endver­pa­cker­mo­delle ganz ohne Betriebs­blind­heit voran­treiben.

Das war trotz der Freude an der Zusam­men­ar­beit zeit­in­tensiv für das firmen­über­grei­fende Team. Mit Endver­pa­ckern kennen sich zwar beide Seiten aus und mussten, wie Brehm sagt, das Rad nicht neu erfinden. Aber wenn das Rad gleich unter zwei Wägen passen soll, gibt es viel zu tun: Die vier Stan­dard­ma­schi­nen­typen wollten defi­niert sein, tech­ni­sche Daten abge­klärt, das Design abge­stimmt. Es galt, Preis­listen zu erstellen, den Bestell­pro­zess für Kunden smarter zu gestalten, Abläufe fest­zu­legen. „Das lief alles neben dem normalen Geschäft, da war man schon auch abends beschäf­tigt und wir haben teil­weise mehr­mals täglich tele­fo­niert“, sagt Albrecht.

 

Wir haben teil­weise mehr­mals täglich tele­fo­niert.

Manfred Albrecht, Asso­ciate Tech­nical Director Busi­ness Unit Pharma Pester

 

Hinzu kam die Pandemie. Die erste öffent­liche Präsen­ta­tion von einer Maschine mit dem Label „Uhlmann powered by pester pac auto­ma­tion“ sollte auf der Inter­pack im Mai 2020 statt­finden. Konstantin Gerbold, Global Product Manager bei Uhlmann, sagt: „Mit der Absage der Inter­pack war unser Plan für den Produkt­launch gestri­chen. Wir mussten schnell umstellen und sind alle über uns hinaus­ge­wachsen. Sogar die Produkt­schu­lungen für die Vertriebler wurden digital abge­halten. Gut, dass unsere Kolle­ginnen und Kollegen vom Marke­ting schnell eine krea­tive Lösung für ein virtu­elles Vertriebs­trai­ning entwi­ckelt hatten. Das Feed­back der Sales-Kollegen aus der ganzen Welt war über­wäl­ti­gend“

 

Wir sind alle über uns hinaus­ge­wachsen.

Konstantin Gerbold, Global Product Manager

 

Für den Vertrieb birgt die Koope­ra­tion zahl­reiche Syner­gien für das Lini­en­ge­schäft. Gerbold wünscht sich, dass die Verkäufer von Uhlmann und Pester gemeinsam zum Wohle des Kunden entscheiden, welche Lösung am besten zu den Kunden­an­for­de­rungen passt.
Mario Dalla Torre, Head of Project Manage­ment Busi­ness Unit Pharma bei Pester, sieht es ähnlich und nennt noch weitere Vorteile: „Durch unsere Vernet­zung sind wir gemeinsam stärker. Dies zeigt sich zum Beispiel auch in Asien, wenn der Kunde Komplett­li­nien möchte. Mit unserer Koope­ra­tion ergänzen wir uns in vielen Berei­chen.“

 

Durch unsere Vernet­zung sind wir gemeinsam stärker.

Mario Dalla Torre, Head of Project Manage­ment Busi­ness Unit Pharma Pester

 

Inzwi­schen sind die beiden ersten Kunden­ab­nahmen schon erfolg­reich über die Bühne gegangen. „Eigent­lich wäre es schon mal an der Zeit, die Sekt­korken knallen zu lassen“, sagt Projekt­ma­na­gerin Tatjana Akolk. Wenn es so weiter­geht, wird das Team dafür noch viele Anlässe haben: In den ersten zwölf Monaten der Koope­ra­tion wickelte das Team ein Neuma­schinen-Projekt­vo­lumen von 5,6 Millionen Euro ab.

So sieht gute Zusam­men­ar­beit aus: Die Endver­pa­cker „Uhlmann powered by pester pac auto­ma­tion“

Straff­bandro­lierer ES 60

  • beim Down­stream nach den Uhlmann-Linien im Einsatz
  • für mehr­la­gige Gebinde bei hoher Produk­ti­ons­leis­tung geeignet
  • ordnet mit Aufstell­vor­rich­tung und Stapler Falt­schach­teln zu unter­schied­li­chen Gebin­de­for­ma­tionen an
  • hohe Prozess­si­cher­heit durch Foli­en­riss­kon­trolle für Ober- und Unter­folie
  • Folien-Splicer ermög­licht auto­ma­ti­schen Foli­en­rol­len­wechsel und unter­bre­chungs­freie Produk­tion
  • hohe Bedie­ner­freund­lich­keit und platz­spa­rendes Design
  • steu­erbar über Smart­Con­trol, das in die Linie inte­griert ist
  • Format­wechsel unter zehn Minuten durch­führbar
  • GMP-gerechte Balkon­bau­weise
  • inte­grierte Schutz-, Über­wa­chungs- und Früh­warn­ein­rich­tungen

Voll­ein­schlag­ma­schine EW 60

  • zum voll­au­to­ma­ti­schen Einschlagen von Einzel- oder Sammel­ge­binden mit heiß­sie­gel­fä­higer Folie
  • Voll­ver­sie­ge­lung erhöht Fälschungs­si­cher­heit
  • präzises Foli­en­spenden via Servo­motor
  • schneller Format- und Foli­en­wechsel
  • steu­erbar über Smart­Con­trol, das in die Linie inte­griert ist
  • GMP-gerechte Balkon­bau­weise
  • inte­grierte Schutz-, Über­wa­chungs- und Früh­warn­ein­rich­tungen

Karton­s­am­mel­pa­cker EC 12

  • verpackt Falt­schach­teln oder Gebinde wirt­schaft­lich im Sidel­oa­ding-Prinzip und versand­fertig in Umkar­tons
  • arbeitet platz­spa­rend und äußerst präzise – vom Auffalten der Karton­zu­schnitte über das Befüllen bis zum beid­sei­tigen Verschließen
  • stufen­lose Formatein­stel­lung für unter­schied­liche Karton­größen
  • nutzt Karton­vo­lumen mit Aufricht- und Dreh­sta­tion optimal aus
  • großer Format­be­reich
  • kann optional mit einer Etiket­tier­ein­heit ausge­stattet werden

Karton­s­am­mel­pa­cker und Palet­tier­modul ECP 12

  • inno­va­tive, platz­spa­rende Kombi­na­tion aus Karton­s­am­mel­pa­cker und Palet­tier­modul
  • für durch­gängig auto­ma­ti­siertes Endver­pa­cken mit Karton­hand­ling, Etiket­tieren, Über­wa­chen und Palet­tieren
  • einzig­ar­tiger Produkt­schutz
  • inte­grierte Systeme zum Iden­ti­fi­zieren, Kenn­zeichnen und Über­wa­chen in jedem Prozess­schritt
  • zwei Palet­tier­sta­tionen ermög­li­chen Palet­ten­wechsel im laufenden Betrieb
  • gesamtes Hand­ling via Robo­ter­tech­no­logie und damit nied­rige Betriebs­kosten und maxi­male Flexi­bi­lität
  • kann beispiels­weise um eine Etiket­tier­ein­heit und abge­stimmte Zuführ­sys­teme erwei­tert werden

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